Uhrenlexikon

A

Analoge Zeitanzeige

Zeitanzeige über zwei Zeiger. Aus der Stellung von Stunden- und Minutenzeiger zueinander ergibt sich die jeweilige aktuelle Zeit

Anglierung

Merkmal feinster Uhren u.a. die gebrochenen Kanten der Stahlteile. Die Anglierung wird entweder mechanisch mit dem „Pantographen“ (Storchenschnabel) angebracht oder in traditioneller Weise mit der Feile von Hand ausgeführt. Kantenwinkel beträgt 45 Grad bei gleichbleibender Breite der Brechungskante.

Anker

Verbindungshebel mit zwei kleinen Armen zwischen Räderwerk und Unruh, überträgt die Kraft auf die Unruh.

Ankerhemmung

Hemmung durch einen Steinankers mit Paletten, auch Schweizer Ankerhemmung genannt. Um 1715 vom englischen Uhrmacher G. Graham erfunden. Typen der Ankerhemmung: die englische Spitzzahn-Ankerhemmung, die Schweizer Ankerhemmung, die Glashütter Ankerhemmung

Arrondieren

frz.: „Abrunden“; Zapfen deren Stirnseiten auf  kleinen Lagerflächen reiben, werden zur Verringerung der Reibkräfte abgerundet, so dass eine punktförmige Lagerbelastung bei vertikalem Lagerdruck entsteht.  Für zu weniger Verschleiß

Automatischer Aufzug/Automatik

Uhr, deren Zugfeder gespannt wird, wenn sich der Arm bewegt (Schwerkraft!). Eine Schwungmasse (Rotor ) dreht sich durch die Bewegung und zieht die Feder auf, bzw. sorgt dafür, dass die Feder Ihre Spannung hält. Erfinder ist Abraham L. Perrelet (um 1770).

B

Beobachtungsuhren

Tragbare Uhr im übergrossen Taschenuhrformat wurden in der Vergangenheit vorwiegend für navigatorische Zwecke eingesetzt. Die so genannten B-Uhren müssen einen amtlichen Gangschein besitzen; dazu unterliegen z. B. Glashütter B-Uhren u.a. einer ‘Großen Prüfung’ (Gang- und Temperatur- sowie Lageverhalten), die 60 Tage dauert (Chronometerzertifikat) , und einer ‘Kleinen Prüfung’ von 12 Tagen. (z.B. von Laco oder Lange&Söhne)

Bombiertes Glas

Gewölbtes Glas

Breguet-Spirale

Wurde von  Abraham Louis Breguet (1747 – 1823) entwickelt. Die Unruhspirale hat eine nach oben und innen gebogener Endkurve, die beim Schwingen der Unruh ihren Schwerpunkt nicht verlagert.

Brücke (Kloben)

Ein Metallstück, das der obere Lagerpunkt für mindestens eine Räderachse (Zapfen) ist, und auf der Rückseite der Werkplatine aufgeschraubt wird.

Brünieren

Färbung von Metall (z.b bei Bronzen)durch Chemikalien, um einen bestimmten Farbton zu erzeugen.

C

Cabochon

ein ungeschnittener und polierter Edelstein in Halbkugel form (sieht gut aus, hat aber in der regel keine Funktion)

Caliber

Caliber (Kaliber) bezeichnet man in der Uhrmacherei ein bestimmtes Uhrwerk.

Chatons

Das sind Goldringe, die die Lagersteine umfassen und in die Räderbrücke geschraubt werden.

Chronograph

ist griech. und steht für Zeitschreiber, Uhr mit Zeit-Stopp Mechanismus (Starten, Anhalten, Nullstellen). Das ist eine Komblikation

Chronograph-Rattrapante (s. a. Doppelchronograph)

ist ein Doppelzeiger: Schleppzeiger-Chronographen. Eine Uhr mit zusätzlicher Kurzzeitmeßeinrichtung mit zwei Sekundenzeigern, die sich unabhängig voneinander stoppen lassen, vom der Uhrmacherei sehr aufwendig!

Chronometer

Präzisionsuhr, die ihre Ganggenauigkeit in einer 15-tägigen Kontrolle unter Beweiss stellen muss. Wird voni einer offiziellen Uhren-Prüfstelle (C.O.S.C.) abgenommen. Die Uhrzeit wird in  Lagen gemessen und es muss der mittlere tägl. Gang zwischen – 4 und + 6 Sek. liegen; die mittlere tägl. Gangabweichung darf 2 Sek., die größte 5 Sek. nicht überschreiten. Alle Uhren werden bei unterschiedlichen Temperaturen ( 4°C, 20°C und 36°C) geprüft. Werden die vorgesehenen Toleranzen nicht überschritten, darf die Uhr die Bezeichnung Chronometer tragen und erhält das Gangschein-Zertifikat (Bulletin de Marché).

D

Datumsanzeige

Kann entweder analog durch Zeiger oder digital durch bedruckten Ring angezeigt werden. Zeiger und Ring drehen sich innerhalb von 31 Tagen einmal um ihre Achse. Sie werden täglich gegen Mitternacht über das Zeigerwerk automatisch um eine Position weitergeschaltet. Bei mech. Uhren müssen sie in Monaten mit weniger als 31 Tagen von Hand berichtigt werden. Meistens über einen Drücker im Gehäuserand, über die Krone und das Zeigerwerk.

Digitale Anzeige

Die Zeit wird in Ziffern dargestellt. (LED oder bedruckte Scheiben)

Drücker

Ein Teil, das aus dem Gehäuse heraus ragt und  mit dem sich eine Funktion betätigen lässt. Bei Sprungdeckeluhren lässt sich über einen Drücker. der Deckel öffnen; Chronographen werden mit Hilfe von Drückern gestartet, gestoppt und nullgestellt; Über Drücker . werden auch manche Repetitionsschlagwerke ausgelöst.

E

Ebauche

frz., Rohwerk ohne Hemmung und Zugfeder

Edelmetalle

Edelmetalle sind Gold, Platin und Silber, die für Gehäuse von Armbanduhren verwendet werden.. Bei Gold wird in Feingehalt von 333/1000 (8 Karat), 375/1000 (9 Karat), 575/1000 (14 Karat) oder 750/1000 (18 Karat) unterschieden. Legierungen mit anderen Metallen (z.B. Kupfer) bestimmt den Farbton des Goldes. 21-, 23- oder gar 24-karätiges Gold wird bei sehr feinen Uhren für die Aufzugsrotoren verwendet. Platin hat einen Feingehalt von 950/1000.

Edelstahl

Ist  extrem widerstandsfähig und antimagnetisch, aber schwer zu bearbeiten. Die Legierung aus Stahl, Nickel und Chrom ist rostfrei.

Email

frz. farbiger Glasfluss auf Metall, kann als Zierde oder als  Schutz Verwendung finden. Emaille besteht aus Sonderglas das man mit Antimonaten, Zirkonoxid oder Titandioxid weiß, mit Kobaltoxid, Chromoxid oder anderen Farbstoffen bunt einfärbt. Bei einer Hitze von 1200° Celsius wird das Glas geschmolzen und dann abgeschreckt. Die dadurch entstehenden Körner werden mit den Färbemitteln gemahlen. Schließlich wird das Email durch Streichen, Tauchen oder Spritzen auf die Metallbasis aufgetragen und im Spezialofen bei 800° bis 900° Celsius gebacken.

Ewiger Kalender

Ein aufwendiger Mechanismus zur Steuerung der Datumsanzeige unter berücksichtigung derunterschiedlichen Monatslängen in den normalen Jahren und auch in Schaltjahren..

É

Étanche

frz. für wasserdicht .ACHTUNG! Angaben über

Tiefenangaben und den Grad der Wasserdichtigkeit sind Momentaufnahmen und keine garantierten Werte. Alterungsprozesse beim Dichtungsmaterial oder starke Temperaturschwankungen (z.B. vom Sonnenbad ins kühle Nass) können in jedes dichteste Gehäuse Wasser eindringen lassen und zu teuren Reparaturen führen. Die Empfehlung, die in der Regel in den Bedienungsanleitungen steht, wasserdichte Uhren einmal jährlich kompetent überprüfen zu lassen, sollte durchaus ernst genommen werden.

F

Feder

Eine mechanischen Uhr hat eine Unruhspirale die ca. 1/1.000.000.000 eines PS an Kraft benötigt, um ihre Schwingungen aufrecht zu erhalten. Diese Kraft kommt von der Zugfeder. Der Aufzug über die Zugfeder hält, je nach länge der Zugfeder in der Regel knapp 2 Tage, aber auch bei machen Werken bis zu 10 Tagen (z.B. bei Panerai oder IWC) Die Zugfeder ist mit Haken und Ösen an Federhaus und an der Federwelle befestigt. Sie ist gefertigt aus unterschiedlichen Legierungen z.B. aus Eisen-Nickel-Chrom mit Zusätzen von Kobalt-Molybdän-Gluzinium. Die „Nivaflex“ Zugfeder ist eine der bekanntesten Vareanten und hat eine ganze Reihe von Vorteilen: Sie kann nicht brechen, kann sich nicht verformen ist antimagnetisch und rostet nicht.

Feinregulierung

Vorrichtung für das einfach einstellen einer täglichen Gangabweichung der Uhr. Es gibt unterschiedliche Konstruktionen, z.B. die mit Schwanenhals oder die mit Exzenterschraube. Auch eine Uhr mit einem ganz normalen Rückerzeiger lässt sich exakt regulieren.

(ist aber aufwendiger)

Fliegendes Tourbillon

Beim fliegenden Tourbillon wird die Unruh, das Ankerrad und der Anker in einem Käfig verbaut, der einseitig gelagerten ist. Er dreht sich einmal in der Minute um 360 Grad, also rund. Hierdurch wird die Schwerkraft der Erde ausgeglichen .

Frequenz

Anzahl von Halbschwingungen in der Sekunde (Maßeinheit = Hertz). Eine Armbanduhr, deren Unruh 18.000 Halbschwingungen in der Stunde hat, besitzt eine Frequenz von 2,5 Hz.  Uhren, die Schnellschwinger sind haben 28.800 Halbschwingungen und mehr in der Stunde eine 28.800 Hz entsprechen einer Frequenz von 4 Hz.

G

Galvanische Veredelung

Auf galvanischem Weg wird das Grundmaterial, aus dem die Werksteile gefertigt werden, mit einer Schicht Gold oder Rhodium (einem Platin ähnlichen, silbrig glänzenden Metall) überzogen.

Gangabweichung

tägl. Abweichung 0 bis +15 Sek. Diese wurden von Chronoswiss festgelegt sind aber nicht für alle mechanischen Uhren bezeichnend..

Gangdauer

Ist die Betriebsbereitschaft einer Uhr. Von dem Zeitpunkt des Vollaufzuges bis zu Entspannen der

Triebfeder

Gangreserve

Ist die Anzeige oder die gemessene Gangdauer, Max. Laufzeit eines mechanischen Uhrwerks nach dem Aufzug

Gebläute Schrauben

Speziell gehärtete Schrauben aus Stahl, die durch Erwärmen auf etwa 290°C entspannt werden, wodurch sie eine dauerhafte tiefblaue Farbe annehmen.

Gebläute Zeiger

„Bläuen“ . Die Oberfläche von Stahl oxydiert bei Erwärmung = Dunkelblau bei 290°C – 310°C

Genfer Streifen

Oft verwendeter rippenförmiger Dekor auf den Brücken feiner Uhren. Wird vor dem galvanischen veredeln aufgebracht und bleibt erkennbar. Genfer Streifen sind aufwendig und bei hochwertigen Uhren zu finden.

Glashütter Dreiviertelplatine

Obere, z.B. durch ein Bodenglas sichtbare Brücke, in der die Lagersteine sitzen. Sie bedeckt Dreiviertel der Werkeoberfläche.

Glashütter Streifenschliff ist identisch mit dem Genfer Streifenschliff)

Glucydur-Unruh

Unruh, die nach der Erfindung der autokompensierenden Unruhspirale bei hochwertigen Uhren die bimetallische Kompensationsunruh ablöste. Glucydur-Unruhen sind aus einer Kupferlegierung, die ca. 3 Prozent Beryllium beinhalten. Die einfacheren Nickelunruhen sind Silberfarben. Glucydur-Unruhen besitzen eine Härte von 380 Vickers gegenüber nur 220 für die Nickel-Unruh und nur 180 für jene aus Messing. Dadurch lassen sie sich sehr gut vernieten, auswuchten und feinregulieren (antimagnetisch, nicht oxydierend).

GMT= UTC

Weltzeituhr. Greenwich Mean Time.  In Greenwich ist die Nullzeit der Welt. Die Erde ist in 24 Zeitzonen aufgeteilt. Die Zeitanzeigen erfolgen auf der Erde immer bezogen auf GMT. So hat z.B. New York GMT -7, Sidney +8.

Gold

Edelmetall.  Wird auch in Werken von  hochwertigen mechanischen Uhren verwendet z.B. für die Schrauben der Unruh für Steinfassungen und teilweise für Räder. Bei manchen Herstellern wird auch das ganze Werk aus Gold gefertigt..

Guillochieren

Aufbringen von verschlungenen Formen (Guillochen) auf Metall, erfolgt maschinell durch ein Gravierwerkzeugs mit mechanischen Getrieben.

H

Handaufzugsuhr

Zeitmesser, bei dem die Zugfeder mit Hilfe der Aufzugs-Krone von Hand gespannt werden muss

Härten (gemessen in Vickers-Graden)

Härte

Acrylglas: 20

Lacküberzug: 20

Messing: 120

Titan: 200

Stahl: 200

Alu eloxiert: 300

Unbehandeltes Mineralglas: 400

Thermisch behandelter Stahl: 500

Gehärtetes Mineralglas: 900

Hartverchromung: 1100

Hartmetall: 1500

Saphirglas: 2000

Saphirglas ist also 5x so hart und kratzfest wie Mineralglas und 100x so hart wie Kunststoffglas.

Hemmung

Sehr wichtig! Ist ein Mechanismus, der eine schlagartige Entspannung der Aufzugsfeder verhindert und statt dessen für eine kontinuierliche Entspannung sorgt.

Mechanismus, der die Kraft der Zugfeder über das Räderwerk auf das Schwingsystem (Unruh, Unruhspirale) einer Uhr überträgt. Die Hemmung besteht aus dem Ankerrad und dem zugehörigem Trieb, dem Anker mit den beiden Paletten, der Ankergabel, den Sicherheitsstiften sowie der großen Rolle mit Ellipse und der kleinen Rolle. Die beiden Rollen sind auf der Unruhwelle befestigt und bewegen sich im Rhythmus der Unruh hin und her. (Schweizer Ankerhemmung) Die Hemmung. einer mech. Armbanduhr führt Schwerstarbeit aus: Bei einer Schlagzahl der Unruh von 28.800 Halbschwingungen/Stunde lässt sie das Räderwerk innerhalb von 24 Stunden 691.200-mal vorrücken. Innerhalb von vier Jahren ergibt dies über eine Milliarde Kraftstöße, die über die Hemmung gehen. Das ist in etwa die der sechsfachen Leistung eines menschlichen Herzens.

I

Incabloc

Hat sich als meistgebrauchte Stoßsicherung bei Taschen- und Armbanduhren durchgesetzt und lässt sich problemlos in alle Kaliber einbauen.

Indirekte Zentralsekunde

Bei Uhrwerken mit indirekter Zentralsekunde. liegt der Antrieb des Sekundenzeigers außerhalb des eigentlichen Kraftflusses im Räderwerk. Sie ist oft bei Kalibern mit kleiner Sekunde verbaut

J

Jewels

Internationale Bezeichnung für die Steine eines Uhrwerks. S.a. Rubine

K

Kadratur

Mechanismus z.B. für Schlagwerke, Kalendarien oder auch Chronographen

Kaliber

Fachausdruck für Form , Größe und Komblikation eines Uhrwerks, gibt in der Regel den Werktyp an. Früher bezeichnete “Kaliber“ den Uhrwerksdurchmesser, gemessen in Pariser Linien (eine Linie entspricht 2,256 mm). Heute wird mit “Kaliber“ im allgemeinen ein Uhrwerk als solches bezeichnet. Die nachfolgende Zahl ist eine Bezeichnung des Herstellers und steht dabei häufig nicht im Bezug zum Durchmesser.

Karat

Ist eine Maßangabe z.B. des Goldgehalts einer Legierung. Es gibt eine 24-teilige Skala. Feingold, fast 100% reines Gold, besitzt 24 Kt. Das Gehäuse einer 18-karätigen Armbanduhr hat 750 Tausendteile Feingold. Andere Legierungen sind Kupfer, Messing oder Silber, die als Beimischung dienen. Ein Karat ist der 24.Teil eines kg Feingold, also 41,66 g. Der Goldgehalt wird auf dem Gehäuse mit einem Stempel (Punze) vermerkt.

Kloben

Träger für Anker-, Unruh- und Radlager. Ist an einer Stelle mit Stellstiften fixiert.

Komplikation

Zusatzmechanik über die reine Zeitanzeige hinaus. Chronograph, Ewiger Kalender Mondphase …

Krone

Zentrales Schaltelement für den Benutzer. Knopf zum Aufziehen einer Uhr, zum Zeigerstellen und zum Korrigieren von Datumsanzeigen etc.

L

Lagen

Spielt bei der Regulierung eine ganz entscheidene Rolle. Speziell Armbanduhren werden – im Gegensatz zu Taschenuhren – in vielen verschiedenen Positionen getragen. Taschenuhren befinden sich in aller Regel entweder in hängender (Krone oben) oder liegender Position (Zifferblatt oben). Präzisionsarmbanduhren werden daher im Allgemeinen in 5 verschiedenen Lagen „Krone links“, „Krone oben“, „Krone unten“, „Zifferblatt oben“ und „Zifferblatt unten“ reguliert. Sollen sie die Bezeichnung „Chronometer“ tragen, muss die Ganggenauigkeit durch eine mehrtägige Kontrolle bei einer offiziellen Uhren-Prüfstelle (C.O.S.C.) unter Beweis gestellt werden. In den 5 Lagen muss der mittlere tägl. Gang zwischen -4 und +6 Sek. liegen; die mittlere tägliche Gangabweichung darf 2 Sek., die größte Gangabweichung 5 Sek. nicht überschreiten. Alle Uhren werden bei Temperaturen von 4°C, 20°C und 36°C geprüft. Nach Bestehen der Chronometerprüfung wird ein Zertifikat ausgefertigt.

Lager

Bohrungen für die Zapfen des Räderwerks. In feinen Armband- und Taschenuhren, aber auch bei Großuhren werden die Bohrungen speziell für schnell drehende Räder und Triebe mit Lagersteinen versehen. Einfache(re) Zeitmesser begnügen sich mit Löchern in den Platinen, Brücken oder Kloben. Dies führt dazu, dass die Bohrungen bei Ölmangel nach geraumer Zeit „auslaufen“ können.

Lagerstein

Ist ein künstlich gezogener Rubin mit einem zentrischen Loch zur reibungsarmen Lagerung der Zapfen (Wellen der Zahnräder).

Leuchtzeiger

Leuchtzeiger, die ohne Lichteinwirkung leuchten, sind aus Prometium, einem extrem schwach strahlenden radioaktiven Material, das absolut ungefährlich für die Gesundheit ist. Die Halbwertzeit von Prometium beträgt ca 5 Jahre danach strahlt es in der Regel nicht mehr. Schweizer Fabrikanten verwendeten in der Vergangenheit auch Tritium Halbwertzeit 10 Jahre, aber stärkere Gamma-Strahlung. Zeiger, die aufgenommenes Licht nur wieder abgeben, enthalten Zink-Sulfid oder Zink-Silikat.

Lunation

s.Mondphasen

Lünette

frz. Glasreif eines Gehäuses, der mit dem eingesetzten Glas auf das Mittelteil des Gehäuses aufgesprengt oder wie bei Chronoswiss verschraubt wird.

M

Manufaktur

Von lat. manu factum (von Hand gemacht). Im uhrmacherischen Sinne bezeichnet der oft mißbrauchte Begriff die Arbeit eines Uhrenherstellers, der wirklich nur selbst entwickelte und in voller Fertigungstiefe selbst hergestellte Uhrwerke verwendet, incl aller Anbauteile.

Manufaktur darf sich ein Uhrenhersteller im Grunde genommen nur dann nennen, wenn er mindestens ein Ebauche oder Rohwerk selbst fertigt. Die Fertigsteller konfektionierter Rohwerke spezialisierter Fabrikanten heißt branchenintern Etablisseure. Ausnahme sind Uhrenmarken, die exklusive oder eigens für sie reservierte Werke einsetzen. Schließlich gibt es Modifikationen an gängigen Standard-Kalibern, die im speziellen Auftrag verschiedener Etablisseure entwickelt und realisiert werden.

Mechanische Uhren

Uhren, die über eine Feder angetrieben werden und deren Schwingsystem rein mechanisch läuft, z.B.  über Unruh oder Pendel

MEZ

Mitteleuropäische Zeit. Am 1. April 1893 führten Deutschland und andere zentraleuropäische Länder die MEZ ein. Die MEZ besitzt eine Differenz von +1 Stunde gegenüber der als Welt- oder Universalzeit definierten mittleren Sonnenzeit des Greenwicher Nullmeridians (GMT Greenwich Mean Time).

Micron

Micron = 1/1000 mm

Mineralglas

mineralisches Uhrglas, entspricht in seiner Härte und Struktur dem Fensterglas; es ist ca 20x so kratzfest wie Acryl-(Plexi)Glas. Vorteil: kratzfester als Kunststoff-Gläser. Härte 5 (Mohs.), Nachteil: schlagempfindlich.

Mondphasen

Lunation, der Mond durchläuft seine von der Stellung Sonne zum Mond zur Erde abhängigen Phasen (Neumond – erstes Viertel – Vollmond – letztes Viertel – Neumond) innerhalb einer Lunation von etwa 29,5 Tagen.

Mondphasenanzeige

In einem Ausschnitt des Zifferblattes dreht sich Scheibe mit versch. Mondphasen.

N

Nivarox

Speziallegierung für Unruhspirale. Rostfrei, antimagnetisch, fast neutral bei Temperaturschwankungen

P

Panoramadatum

Großdatumsanzeige mit 2 unabhängig konzentrisch angeordneten Zahlenringen mit Datumsschnellschaltung

Plaqué – Plattiert

elektrolytisch (galvanisch) im Bad aufgetragene Goldauflage (in Micron Stärke angegeben). Die eigentliche Plattierung besteht meist aus 585/- Gold (14 Karat). „Flash“-vergoldet = extrem dünne Goldauflage.

Platin

Seltenes, kostbarstes Edelmetall. Für 1 Gramm Platin müssen mehr als 300 Kilogramm Erz abgebaut werden. Für 1 Gramm Gold reichen schon 100 kg. Mit 1.773°C besitzt es den höchsten Schmelzpunkt (Gold 1.063°C, Silber 960°C). Fester, zäher und schwerer als andere Schmuckmetalle, weshalb spezielle Werkzeuge und Techniken zur Verarbeitung angesetzt werden müssen. Schließlich wird es zumeist mit einem Feingehalt von 950/1000 verwendet. D.h., dass entsprechende Produkte zu 95% aus reinem Platin bestehen. Ein Platin Gehäuse wiegt rund 35% mehr als ein Pendant aus 18-karätigem Gold.

Präzision

Die tickende Uhr gehört zu den ältesten und genauesten mechanischen Maschinen. Ein Werk, das täglich (86.400 Sek.) um 30 Sekunden von der offiziellen Zeitnorm abweicht, besitzt eine arithmetische Fehlerquote von 0,035%. Ihr Genauigkeitsgrad liegt bereits bei erstaunlichen 99,965%. Offiziell geprüfte Chronometer erreichen weitaus bessere Werte, die bei weniger als 0,005 % liegen können.

Regulator:

frz. Régulateur. Präzisionspendeluhren, die früher zum Prüfen von Kleinuhren verwendet wurden.

Sie besitzen eine Stundenanzeige, die Außermittig angeordnet ist.

Heute bezeichnet es auch eine Zifferblattanordnung für die genauere Ablesbarkeit: Sekunden und Stunden werden dezentral, die Minuten zentral angezeigt.

R

Retrograde Anzeigen

Ein Zeiger bewegt sich zur Indikation z.B. der Zeit oder des Datums über ein Kreissegment (1 bis 12 oder 1 bis 31). Wenn er am Ende der Skala angekommen ist, springt er ruckartig in seine Ausgangsposition zurück. Zu diesem Zweck ist der Zeiger unmittelbar oder über einen Hebel mit einer kleinen Schnecke gekoppelt. Wenn der Zeiger an seiner Endposition angekommen ist, fällt das Ende über die Stufe der Schnecke und bewegt so den Zeiger in seine Ausgangsposition.

Rohwerk

Ebauche. Komplettes Uhrwerk (Platinen, Brücken, Rädersatz, Stahlteile …) ohne Hemmung, Unruhreif, Spiralfeder, Zugfeder, Zifferblatt und Zeiger.

Rotor

Unbegrenzt drehende Schwungmasse bei Automatikuhren. Je nach Konstruktion des Aufzugs wird die Zugfeder in einer oder beiden Drehrichtung(en) gespannt. Es gibt Zentral- und Mikrorotoren. Zentralrotoren drehen sich über dem ganzen Werk, Mikrorotoren e sind in die Werksebene integriert

S

Saphirglas

Kratzfestes Uhrenglas der Härte 9 . Es ist 5 x zu kratzfest wie Mineralglas und das härteste unter allen Gläsern. Nur der Diamant ist härter.  Saphirglas besteht aus synthetisch hergestelltem Saphir, hat genau dieselbe kristalline Struktur wie echter Saphir, Er hat keine Poren.

Satinierung

Feinschliff-Dekor,  der Name kommt von „Satin“ einen leicht glänzenden Baumwollstoff.

Schleppzeiger

Doppelzeiger, (Rattrapante), zweiter Zeiger auf Sekundenwelle. Es können r mehr Vorgänge simultan gestoppt werden, wenn sie gleichzeitig beginnen und unterschiedlich lange dauern. Das ist bei Wettläufen so. Der Schleppzeiger ist über einen teuren Mechanismus mit dem Chronographenzeiger gekoppelt. Über einen speziellen Drücker lässt sich der Schleppzeiger beliebig oft anhalten und – zum Beispiel zum Ablesen einer Zwischenzeit – mit dem unterdessen weiterlaufenden Chronographenzeiger wieder in Deckung bringen.

Schnellkorrektur für die zweite Zeitzone

Vorrichtung für Direkteinstellung der 2. Zeitzone über Drücker (1 Std.).

Schraubenunruh

Unruh, bei der der Unruhreif mit eingelassenen Schrauben ausbalanciert wird ( Schrauben sind gleichzeitig Gewichte), um die Gewichtsbalance der Unruh herzustellen.

Schwanenhals-Feinregulierung

Eine Regulierungseinrichtung zur Einstellung des genauen Ganges einer Uhr, bei der das Rückstellmoment für den Rückerzeiger zur genauen Justierung durch eine Feder erzeugt wird. Diese Feder hat die Form eines Schwanenhalses.

Schweiß

des Trägers funktioniert wie die Säure in einer Autobatterie. Es entsteht eine Elektrolyse (ein galvanisches Bad), in der die Ionen vom Trägermaterial zur Haut wandern. Dadurch kann sich die Haut verfärben und die Auflage sich ablösen.

(z.B. die Vergoldung)

Schweizer Ankerhemmung

Hemmung: Freie Hemmung für Kleinuhren, bei der sich die Zähne des Ankerrads nach außen verbreitern. Dadurch verteilt sich die Hebung auf das Gangrad und den Anker mit seinen beiden meist Rubin-Paletten

Sekunde

Der 86.400 Teil eines Tages. Seit 1967 gilt, dass eine Sekunde der Dauer von 9.192.631.770 elektro-magnetischen Schwingungen in der Elektronenhülle des Cäsium-Atoms entspricht. Ist in Deutschland Grundlage der Zeitmessung!

Skelettwerk

Werk, bei dem Platine, Brücken, Kloben, Federhaus und ggf. Rotor so weit durch Stanzen, Sägen oder Fräsen reduziert wurde, dass nur für die Funktion notwendiges Material übrig bleibt. So kann man durch das Uhrwerk hindurchschauen. Die Skelettierung wird bei feinen Uhren von Hand oder halbautomatisch nach Schablone (Pantograph) ausgeführt und ist die höchste Schule der Uhrmacherei

Sonnenschliff

Durch Schleifen halbkreisförmig strukturierte Oberfläche von Metallteilen (Räder, Zifferblätter), die bei reflektierendem Licht optisch den Eindruck einer strahlenden Sonne erzeugt.

Spirale

Nivarox. ist die“Seele“ einer mechanischen Uhr. Der schmale, bandförmige Metallstreifen sorgt dafür, dass die Unruh regelmäßig hin- und her bewegt. Wenn die Spirale verlängert oder verkürzt wird lässt sich die Schwingungsdauer der Unruh

Springende Stunde

Werk, bei dem der Stundenzeiger durch eine analoge Scheibe ersetzt ist, die alle 24 Stundenziffern trägt. Ein kleiner Mechanismus sorgt dafür, dass diese Scheibe nach jeweils 60 Minuten um jeweils 30 Bogengrade weiterspringt und im Zifferblattausschnitt die nächste Stunde erscheint.

Steine

Zur Verminderung der Reibung in den wichtigsten Lagern werden an den Ankerpaletten und der Ellipse Steine eingesetzt. Lagersteine (Lochsteine) und Decksteine. Nicht zwangsläufig müssen viele Steine bei einem Werk Ausdruck besonderer Güte sein. Im Gegenteil: Oftmals soll gerade bei billigen Armbanduhren eine auf dem Zifferblatt vermerkte hohe Zahl von „Jewels“ eine hohe Qualität suggerieren. Bei diesen Uhren sind jedoch die Steine in den seltensten Fällen dort angebracht, wo sie wirklich gebraucht werden. Eine Präzisionsuhr mit Handaufzug benötigt mindestens 15 funktionelle Steine: 10 Lagersteine, 2 Decksteine für die Unruh, 2 Palettensteine für den Anker sowie 1 Hebelstein (Ellipse). Eine gute Ausstattung ist mit 18 Steinen gegeben. Bei komplizierten Uhren, z.B. mit automatischem Aufzug, Chronograph oder Repetitionsschlagwerk erhöht sich die Zahl der erforderlichen Steine entsprechend.

Stoßsicherung

Spezielles System zum Schutz der feinen und sehr empfindlichen Zapfen der Unruhwelle vor Bruch. Die Loch- und Decksteine der Unruhwellenlager sind federnd in der Hauptplatine und dem Unruhkloben gelagert. Bei harten Stößen geben sie entweder lateral und/oder axial nach. Eine stoßgesicherte Armbanduhr soll einen Sturz aus 1 Meter Höhe auf einen Eichenholzboden unbeschadet überstehen. Außerdem darf sie danach keine wesentlichen Gangabweichungen aufweisen.

Swiss Made

Ursprungslandbezeichnung auf dem Zifferblatt und/oder dem Werk einer „schweizer Armbanduhr“. Heute gibt es Zeitmesser, welche den Swiss-Made-Schriftzug -zwar juristisch völlig korrekt – zur Schau stellen, aber nicht verdienen. Sie profitieren von einem Erlass über die Benutzung des Schweizer Namens für Uhren, wonach die Herkunftsbezeichnung „Swiss Made“ verwendet werden darf, wenn das Werk schweizerisch ist, Montage, Einschalung und Endkontrolle in der Schweiz erfolgen. Schweizer Werke sind solche, deren Bestandteile aus schweiz. Fabrikation – ohne Berücksichtigung der Montagekosten – mindestens 50% des Werts ausmachen, lt. Gesetz.

T

Tachymeterskala

Zifferblattskalierung bei Chronographen, zur Messung von Durchschnittsgeschwindigkeiten. Zur Feststellung muss eine Strecke von einem Kilometer oder einer Meile abgefahren werden. Am Anfangspunkt der Messtrecke, z.B. Meilenstein einer Autobahn, wird der Chronograph gestartet, an ihrem Ende wieder gestoppt. Der Chronographenzeiger deutet nun auf die Durchschnitts-geschwindigkeit (km/h oder mph), mit der die Messstrecke durchfahren wurde.

Taucheruhren

haben eine speziell abgedichtete Krone. Der Boden ist besonders gut abgedichtet, und das Werk ist oft durch einen Container aus Kunststoff besonders geschützt.

Titan

ist ein Werkstoff, der in der Weltraumfahrt eingesetzt wird (extrem hitzebeständig). Er enthält keinerlei Nickel und kann deshalb auch keine Nickel-Allergien auslösen. Das Material ist im Vergleich zu Stahl spröder. Deshalb wird der Boden eingeschraubt und nicht eingedrückt. Der Verschluss des Titan-Uhrenbandes besteht meist aus einem absolut Nickel-freien Stahl, weil hier eine höhere Flexibilität vonnöten ist.

Tourbillon

Aufwendiger Mechanismus, bei dem sich die Unruh und die Hemmung während des Schwingvorgangs um die eigene Achse dreht. Das dient dazu die Erdanziehungskraft und evtl. Abweichungen

auszugleichen.

U

Unruh

Die Unruh. ist in Verbindung mit der Unruhspirale. Sie ist das gangregelnde Organ einer mechanischen Uhr! Von ihrer Konstruktion hängt die Präzision (Genauigkeit) eines Zeitmessers ganz entscheidend ab. Der Unruhreif kann als ausgewuchtetes „Schwungrad“ bezeichnet werden. Bei klassischen Uhrwerken schwingt die Unruh mit 5Halbschwingungen/Sekunde oder 18.000/Stunde hin und her. Bei moderneren Armbanduhren wurde, um die Ganggenauigkeit zu steigern, die Schlagzahl der Unruh auf 19.800, 21.600, 28.800 oder gar 36.000 Halbschwingungen/Stunde erhöht. Die Geschwindigkeit der Unruh-Rotationen (28.800 Halbschwingungen/Stunde) entspricht derjenigen des Rades einer Lokomotive, die  mit rund 140 km/h fährt. Es wird in allen hochwertigen mech. Uhren verwendet.

Unruhkloben

Der durch das Bodenglas sichtbare Teil zur Lagerung der Unruhwelle, wird häufig mit gravierten Ornamenten verziert.

V

Valjoux 7750 (ETA Valjoux 7750)

Das in der Schweizer Uhrenindustrie am häufigsten verwendete Chronographenwerk, Automatik, Durchmesser 30 mm; 7,9 mm hoch, 25 Steine, 28800 A/h, 50 Stunden Gangreserve

Es gibt Verschiedenen Ausführungen, z. B.:

7750 CCL = CON COURS DE LUNE = Valjoux 7750 mit Anzeige der Mondphase bei 3.oo Uhr

7750 CCD = CON COURS DE DATE = Valjoux 7750 mit Zeigerdatum bei 3.oo Uhr

7750 GG = GRAND GUICHET = Großdatum radial angeordnet, genau um 24 Uhr springendes Datum, Zähler im Tricompax.

Verschraubte Chatons

Lagersteine, die in einem kleinen Goldring gefasst und mittels dreier winziger Schrauben in der Brücke passgenau verschraubt sind um den Abrieb zu mindern.

Vollkalendarium

Komplettes Kalendarium mit Anzeige von Tag, Datum und Monat. Es muss in Monaten mit weniger als 31 Tagen manuell korrigiert werden

W

Wasserdichte Armbanduhren

Bei einer wasserdichten Uhr sind Gehäuse, Aufzugskrone, Drücker und Glas so gearbeitet, dass weder Staub noch Wasser eindringen können. 3 atü ist der Druck von 3 kg/cm2 und entspricht 30m Tiefe. (étanche) Wasserdichte Armbanduhren sollen einmal jährlich überprüft und gewartet werden.

Da beim Schwimmen durch die Schwimmbewegungen höhere Drücke entstehen, sind dafür eigentlich nur solche Uhren geeignet, die mindestens 100 m wasserdicht sind.

Wasserdicht bis 50 m:

30 min. in 1 m Tiefe

90 sec. in 20 m Tiefe

= DIN 8310

Wasserdicht ab 100 m:

Erfüllt die internationalen sicherheitstechnischen

Anforderungen für Taucher.

Weltzeitindikation

UTC – GMT: Ausgehend vom Greenwicher Nullmeridian verschiebt sich die Zeit nach jeweils 15 Längengraden um eine volle Stunde. Dieses Weltzeitsystem wurde 1883 zuerst von Kanada und den USA eingeführt. Uhren mit Weltzeitindikation zeigen zwei oder mehrere Zeitzonen auf einem Zifferblatt an. Zu diesem Zweck sind entweder mehrere Uhrwerke in einem Gehäuse untergebracht oder ein Zusatzmechanismus ermöglicht die Darstellung mehrerer Zeitzonen (System „heure universelle“ bis hin zu 24). Weltzeit-Armbanduhren, die es seit den dreißiger Jahren gibt, sind vor allem bei Langstreckenfliegern und Geschäftsleuten, die häufig über weite Entfernungen hinweg telefonieren müssen, sehr beliebt.

Werkplatte

Grundplatine, auf der das Uhrwerk aufbaut. Auf der Vorderseite wird das Zifferblatt befestigt, die Rückseite dient als Aufnahme für die unterschiedlichsten Bauteile des Uhrwerkes.

Z

Zähler

Zusatzanzeige bei Chronographen für die Anzeige der bereits vergangenen Stoppzeit, gemessen in 30 Minuten und 6 Stunden Zähler

Zinnflachpolitur

Im Gegensatz zur konventionellen Trommelpolitur, bei der die zu polierenden Teile in eine mit Steinen gefüllte rotierende Trommel gegeben werden, werden bei der Zinnflachpolitur die Uhrwerksteile mittels eines Zinnstabes poliert, der von Hand geführt wird und  gleichmäßig über die zu polierende Fläche bewegt wird.

Zugfeder

Zugfedern sind lange, elastische und spiralförmig aufgewickelte Stahlstreifen, die das Herz der mechanischen Uhren sind. Sie sind im Federhaus untergebracht und haben voll aufgezogen den höchsten Drehmoment. Entspannt sich die Federspannung nimmt auch der Drehmoment ab, was sich auf den Gang der Uhr auswirkt. Die Zugfeder wird bei Uhren mit automatischem Aufzug regelmäßig nachgespannt. Dies bewirkt ein relativ konstantes Drehmoment und damit einen gleichmäßigeren Gang. In modernen Armbanduhren finden im Allgemeinen „Nivaflex“ Zugfedern Verwendung. Diese bestehen aus einer Speziallegierung und sind dauerelastisch sowie weitgehend bruchresistent.